Donnerstag, 16. Oktober 2014

Kleiner Muntermacher


Beauty wurde in den 50s ja ganz groß geschrieben. Meine Schwester hat einen super Tipp für Morgenmuffel: Mehre Beutel Schwarztee aufbrühen und ins Gefrierfach legen. Morgens auf die geschlossenen Augenlider legen. Ich selbst neige zu Augenringen. Die Teebeutelchen liegen bei mir schon im Gefrierfach.

Freitag, 10. Oktober 2014

Surprise


Eine Kundin, total niedliche ältere Frau, der wir die Hosen gekürzt haben, brachte uns diese Originale aus den 50s. Ihre Mutter hatte ihr immer Kleider genäht. Sie hat sie aufbewahrt und uns geschenkt, nachdem sie unseren Shop gesehen hat. Lieben Dank.


Donnerstag, 9. Oktober 2014

Kleine Süßigkeit


Süß, gell. Hat meine Schwester heute mitgebracht. Dafür hat sie von mir eine gläserne Tortenplatte mit Häubchen bekommen.

Montag, 6. Oktober 2014

Rockin' Monnem


Tatsächlich hing im Mai 2012 genau ein Plakat in Mannheim aus, dass die 3 Rockabillys ankündigte. Zumindest war es das Einzige, das ich entdecken konnte. Es war unser erstes Konzert. 
Eigentlich wollten wir ja in Petticoat antreten, aber es war so eisig kalt und im Nachhinein wären wir mit dem Volumen niemals durch die Toilettentür gekommen. Also hatte es vielleicht auch sein Gutes. 

Vertreten war nahezu alles, von schreienden Teeniegirlies bis hin zum wippenden Rentnerehepaar in der ersten Reihe. Es war ein ausgesprochen einzigartiges Erlebnis. Die Vorband empfanden wir einstimmig, als etwas langweilig, aber es kann auch daran gelegen haben, dass sie uns eine geschlagene Stunde "eingestimmt" haben. Lediglich das Mädel, das neben mir stand, konnte jeden Song mitsingen. Was irgendwie fast schon unheimlich war. Wir konnten nicht einmal den Text der Hauptband mitsingen.
Das Highlight unseres Abends war, als die Jungs Ziegelsteine ins Publikum warfen. Der Fänger durfte auf die Bühne und die 3 hautnah erleben. Geistesgegenwärtig duckte sich die ganze Meute vor dem Stein, der sich bei näherer Betrachtung als Schaumstoff enttarnte.
Meine Schwester Olesija, die mit den 50s nichts gemeinsam hatte und die Baseballs nicht einmal besonders gerne mochte, befand sich binnen weniger Sekunden auf der Bühne. Zusammen mit einem anderen Mädchen, das der Ohnmacht bereits sehr nahe war, musste sie eine Strophe von Hot 'N Cold singen. Wir haben kräftig applaudiert. Lustig war, als sie die drei der Reihe nach umarmen musste. Auf Sams breitem Rücken sahen ihre Hände wie die einer Spielzeugpuppe aus. Ihr Fazit war, dass der Security, der sie auf die Bühne gehoben hatte, als wäre sie eine Feder, definitiv das peinliche Gesinge wert war. Für Digger wird sie als die goldene Hose in Erinnerung bleiben. 
Doch wir alle haben die monumentale Detailverliebtheit des Konzerts genossen. Gesang, Performance, Haare und Kleidung waren auf einander abgestimmt und es hat riesen Spaß gemacht, dabei zu sein. Eine Einlage mit identischem Karohemd-Look und Saxophon rundete das Ganze ab. Digger spielte Klavier, bis es wortwörtlich brannte. Hier ein kleines Bild, wie es in etwa ausgesehen hatte: 


„Alles, was ich immer gewollt habe, war, Menschen zu helfen, sie zu lieben, sie aufzubauen, ihnen Freude zu machen.“

Elvis' Zitat passt perfekt, dass die 3 sich zu Herzen genommen haben. Keiner kann so gute Laune verbreiten, wie diese Band!

Sonntag, 5. Oktober 2014

3 Rockabillys made in Germany


Falls ihr sie noch nicht kennen solltet, dann wird es jetzt höchste Zeit. Meiner Meinung nach bilden die Jungs einer der 50s Bands überhaupt. Kein Sound klingt origineller und professioneller. Von den Haaren bis zu den Zehenspitzen sind die drei Berliner praktisch einer anderen Ära entsprungen. Zuerst coverten sie bekannte Songshits und sangen sie in ihrem Rock'n'roll Stil.
Mittler Weile sind die Jungs soweit, dass sie ihre eigenen Songs machen. Bisher habe ich noch keine vergleichbare Band erlebt, die mich auf die gleiche Art mitreißen kann. Aber überzeugt auch selbst. Hier ist ihr Umbrella-Song, mit dem sie auf sich aufmerksam gemacht haben:



Ein lustiger kleiner Zufall, der mir vor einiger Zeit aufgefallen ist: In der Ausbildung musste ich ein Kostümkundebuch verfassen. Unter anderem habe ich auch über die 50s referiert. Bereits da hatte ich beim Thema Frisur der 50er ein Bild der drei benutzt. Erst als ich es nach 2 Jahren wieder in die Hand nahm und darin blätterte, kamen mir die Gesichter vertraut vor. Die Baseballs hatten sich schon damals eingeschlichen.

Fortsetzung folgt....

Zum Weinen. Leider ist die zweite Hälfte noch schlechter. Emotionen waren kaum bis gar nicht vorhanden. Die Story besteht aus einer Sammlung willkürlicher Szenen, die uns die Person Elvis näher bringen soll. Elvis’ Leben wird er definitiv nicht gerecht. 

Seine Armeezeit wurde mit einem Telefonat abgehandelt. Der Tod seiner Mum wurde auf eine derart plumpe Weise präsentiert, dass es einen als Zuschauer beinahe belustigt. Das Telefon klingelt und dann schreit Elvis, dabei wird dem Zuschauer eine lahme Aufnahme von Graceland bei Nacht gezeigt. Was sich Regisseur und Kameramann dabei gedacht haben, erschloss sich uns einfach nicht.

Mich beschlich auch das Gefühl Jonathan Rhys Meyers selbst hätte nicht viel Lust am Dreh. Na, wenigstens konnte er sich dann gut in die Rolle hineinversetzten. Denn der King hatte nach so vielen schlechten Storys auch keine Lust mehr.

Ich schäme mich in Grund und Boden, aber ein Highlight gab es doch. Beeindruckend war die letzte Originalaufnahme von „If I can dream“, das ich bis dato nicht kannte. Jonathans Performence fand ich dann aber weniger gut, nachdem ich die Elvis’ Aufnahmen gesehen habe.


Schade ist, dass die Filmografie nicht einmal zu einem harmonischen Ende finden konnte, wie bei dem Comebackspecial in verschiedenen Takes zu sehen ist. Dort bedankt Elvis sich und tritt dann in den Hintergrund.

Unbegreiflich ist, warum jemand, der so wenig Interesse an Elvis Leben hat, dieses verfilmen soll. Kurz: Lieblose Ansammlung unspektakulärer Szenen. Manch einem mag es gefallen. Mir nicht. 

Freitag, 3. Oktober 2014

Teil I. Elvis-Filmografie (2005)

“Before Elvis, there was nothing….” (John Lennon)




Wie ein kleines Kind habe ich mich auf diesen Film gefreut, den ich trotz meiner regen Begeisterung für den King noch nicht gesehen hatte.  

Leider muss ich schweren Herzens zugeben, dass ich die Lieblosigkeit des Filmes beängstigend finde. Die Szenen waren sprunghaft und unzusammenhängend aneinander gereiht. Meine Schwester, die mit Elvis nicht weiter verbindet, als den Namen unseres Hundes war nicht selten verwirrt. Trotz der Länge des Filmes und der ausgezeichneten Wahl der Schauspieler ist keine Tiefe drin. Vor allem die deutsche Synchronisation ruiniert das gute Spiel der Darsteller.

Erzwungen wirkte auch die Erwähnung bestimmter Lebensabschnitte. Zitate wurden erzwungener Maßen eingefügt, wo man sie vielleicht hätte besser einsetzen können. Obwohl sich die Macher keine Mühe gescheut hatten bei der Auswahl des Casts (außer Bill und Scotty, die sind nun wirklich nicht gut), haben sie Elvis Leben emotionslos abgehandelt. Meine Schwester fragte, ob Elvis Mum ein Alkoholproblem hatte, da es durch gewisse Szenen nicht von der Hand zu weisen war.

Der Film war aber dennoch sehenswert. Ich persönlich finde Jonathan Rhys Meyers in der Hauptrolle sehr amüsant. Er hat Gestik und Mimik, sogar die Sprache des King imitiert. Und er macht es gut.
Unterhaltsam fand ich es, als Elvis’ Eltern ihn im Kino suchten, um ihm zusagen, dass sein Song im Radio gespielt wurde. Oder, als Dixie ihn aufforderte, sich auf seine Hände zu setzen, damit er sich nicht befummelt, während sie sich küssten. Ich mochte seinen „Blue sued Shoes“- Auftritt.

Nun bin ich gespannt auf den zweiten Teil, seinen Militärdienst in Deutschland und Priscilla.


Mittwoch, 1. Oktober 2014

50s Everywhere

Die 50s begegnen uns öfters im Alltag, als wir denken. Diese Zwiebackdose gibt es diese Woche im Aldi. Goldig, ne.

Dienstag, 30. September 2014

Hinter den Kulissen

Und so sah unser erstes Shooting aus. Hier seht ihr einen kleinen Auszug, wie aus mir eine Lady wird.


Und das ist dann das Ergebnis:


Meine Schwester ist zum Glück Fotografin ;) Sie liebt die Vintage Optik und verwendet sie oft in ihren Motiven. 


Namensgeber „Last Treasure“

Dawanda-Shop
„Mache eine Zeitreise, die dich in der Gegenwart außergewöhnlich macht.“

Warum überhaupt Last Treasure
Dahinter verbirgt sich ein kleiner Dawanda Shop, den ich zusammen mit meiner Schwester (nicht, diejenige, für die Elvis Presley ein Name aus einem Science Fiction ist) führe. Er steckt noch in den Kinderschuhen, aber wir arbeiten stetig daran, ihn zu erweitern. Drei Mal dürft ihr raten, was es dort zu kaufen gibt. Richtig: 50s Fashion. 
Wir haben beide eine Ausbildung zur Modedesignerin gemacht, lieben Kostümkunde und vor allem die 50er Jahre. Meine erste Anstellung war bei so einem kleinen Label. Der, ja, sehr vorhersehbar, Rockabilly gemacht hat.

Gemeinsam haben wir uns Filme, Schauspieler und alte Originalzeitschriten angesehen. Momentan entwickeln wir eine neue Herbstkollektion. Selbstverständlich, alles in Handarbeit. Vom Schnitt bis zum fertigen Kleid, das sind alles wir. Sogar das Fotoshooting bleibt in unserem familiären, kleinen Rahmen. Seid also dabei, wenn es soweit ist. 

Sonntag, 28. September 2014

„Nach wem klingst du?“ – „Ich klinge wie niemand.“


Meinen Blog möchte ich mit einem Eintrag zu meinem absoluten Idol einweihen:

Elvis Presley

Angefangen hat alles, als ich eines Tages durch die Kanäle im TV zappte. Auf Arte lief ein Elvis Film in schwarz-weiß: Jailhouse Rock. Nun hat der Mann ja eine ordentlich anziehende Ausstrahlung, sodass ich irgendwie hängen geblieben bin. Und wenn einmal mein Interesse geweckt ist, dann bin ich gleich Feuer und Flamme. Ich hab sofort eine CD bestellt, Videos bei Youtube angeschaut und alles über ihn gelesen, was ich finden konnte.

Elvis Presley, für Scotty klang dies wie „ein Name aus einem Science-Fiction-Film.“

Was mich an Elvis am meisten fasziniert, ist, dass er aus so ärmlichen Verhältnissen kam, ihn jedermann auslachte und ihm sogar wenig Talent zugeschrieben wurde. Er war unscheinbar und schüchtern.

Er war ein Junge gewesen, der kaum in der Lage war, einen Akkord zu spielen, als Lee nur einige Jahre zuvor in den Courts versucht hatte, ihn zu unterrichten – von allen war er derjenige mit den geringsten Aussichten auf Erfolg.

Für die älteren Jungs war er ein nuschelnder, kleiner Junge vom Land, ein Muttersöhnchen, der ein gewisses Maß an Respekt allein schon dafür verdient, dass er sich nicht vertreiben ließ.

Dennoch glaubte er immer an seine Träume und fand einen Weg diese auch zu verwirklichen.
Ein Jahr suchte er täglich Sun Records auf, in der Hoffnung Musik zu machen und erhört zu werden. In der Elvis Biografie von Peter Guralnik gibt es eine wirklich ausführliche und interessante Sammlung von Zitaten. Menschen, die ihren ersten Eindruck schildern, als ihnen Elvis Presley begegnete.

„Sein Englisch war furchtbar … aber er hatte etwas warmes und sanftes an sich, auf das die Leute reagierten.“

Jeder verhält sich auf eine ziemlich vorhersehbare Weise, mit Ausnahme des träumerischen Jungen am Rande des Fotos. Für Elvis ist es, als wäre er in einem fremden Land ausgesetzt.

„Er war immer extrem schüchtern, konnte nicht tanzen und spielte manchmal nur wenn das Licht aus war.“

Ich mag den 50er Elvis am meisten. Da war er so natürlich, hat cool getanzt und mir immer gute Laune bereitet. Seine Rock’n’Roll Hits finde ich mitreißend. Die Balladen sind zwar schön, aber ich höre sie nicht so oft. In den 70ern ist sein Gesang gefestigt, professionell. Aber ich mag eine Anfänge. Allein, was er mit seiner Musik ausgelöst hat, ist in unserer heutigen Zeit fast unvorstellbar. 


Wie soll man Elvis’ Hüftschwung vulgär finden, wenn man heute im Nachmittagsfernsehen eine Tussi nackt auf einer Abrissbirne hin und herschwingen sieht? Aber damals war das eben so. Er war eine Explosion und das spürt man noch immer in seiner Musik.

„Er ist einfach ein riesiger, wunderschöner Haufen verbotener Früchte.“
  

Übrigens, das hier ist auch ein Elvis. Ein kleiner Münsterländer-Mix aus dem Tierheim. Soviel Energie und gute Laune, wie er versprüht, passt der Name sehr gut. Und…. er kann sogar tanzen.