Sonntag, 28. September 2014

„Nach wem klingst du?“ – „Ich klinge wie niemand.“


Meinen Blog möchte ich mit einem Eintrag zu meinem absoluten Idol einweihen:

Elvis Presley

Angefangen hat alles, als ich eines Tages durch die Kanäle im TV zappte. Auf Arte lief ein Elvis Film in schwarz-weiß: Jailhouse Rock. Nun hat der Mann ja eine ordentlich anziehende Ausstrahlung, sodass ich irgendwie hängen geblieben bin. Und wenn einmal mein Interesse geweckt ist, dann bin ich gleich Feuer und Flamme. Ich hab sofort eine CD bestellt, Videos bei Youtube angeschaut und alles über ihn gelesen, was ich finden konnte.

Elvis Presley, für Scotty klang dies wie „ein Name aus einem Science-Fiction-Film.“

Was mich an Elvis am meisten fasziniert, ist, dass er aus so ärmlichen Verhältnissen kam, ihn jedermann auslachte und ihm sogar wenig Talent zugeschrieben wurde. Er war unscheinbar und schüchtern.

Er war ein Junge gewesen, der kaum in der Lage war, einen Akkord zu spielen, als Lee nur einige Jahre zuvor in den Courts versucht hatte, ihn zu unterrichten – von allen war er derjenige mit den geringsten Aussichten auf Erfolg.

Für die älteren Jungs war er ein nuschelnder, kleiner Junge vom Land, ein Muttersöhnchen, der ein gewisses Maß an Respekt allein schon dafür verdient, dass er sich nicht vertreiben ließ.

Dennoch glaubte er immer an seine Träume und fand einen Weg diese auch zu verwirklichen.
Ein Jahr suchte er täglich Sun Records auf, in der Hoffnung Musik zu machen und erhört zu werden. In der Elvis Biografie von Peter Guralnik gibt es eine wirklich ausführliche und interessante Sammlung von Zitaten. Menschen, die ihren ersten Eindruck schildern, als ihnen Elvis Presley begegnete.

„Sein Englisch war furchtbar … aber er hatte etwas warmes und sanftes an sich, auf das die Leute reagierten.“

Jeder verhält sich auf eine ziemlich vorhersehbare Weise, mit Ausnahme des träumerischen Jungen am Rande des Fotos. Für Elvis ist es, als wäre er in einem fremden Land ausgesetzt.

„Er war immer extrem schüchtern, konnte nicht tanzen und spielte manchmal nur wenn das Licht aus war.“

Ich mag den 50er Elvis am meisten. Da war er so natürlich, hat cool getanzt und mir immer gute Laune bereitet. Seine Rock’n’Roll Hits finde ich mitreißend. Die Balladen sind zwar schön, aber ich höre sie nicht so oft. In den 70ern ist sein Gesang gefestigt, professionell. Aber ich mag eine Anfänge. Allein, was er mit seiner Musik ausgelöst hat, ist in unserer heutigen Zeit fast unvorstellbar. 


Wie soll man Elvis’ Hüftschwung vulgär finden, wenn man heute im Nachmittagsfernsehen eine Tussi nackt auf einer Abrissbirne hin und herschwingen sieht? Aber damals war das eben so. Er war eine Explosion und das spürt man noch immer in seiner Musik.

„Er ist einfach ein riesiger, wunderschöner Haufen verbotener Früchte.“
  

Übrigens, das hier ist auch ein Elvis. Ein kleiner Münsterländer-Mix aus dem Tierheim. Soviel Energie und gute Laune, wie er versprüht, passt der Name sehr gut. Und…. er kann sogar tanzen. 


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