Zum Weinen. Leider ist die zweite Hälfte noch schlechter.
Emotionen waren kaum bis gar nicht vorhanden. Die Story besteht aus einer
Sammlung willkürlicher Szenen, die uns die Person Elvis näher bringen soll. Elvis’
Leben wird er definitiv nicht gerecht.
Seine Armeezeit wurde mit einem Telefonat
abgehandelt. Der Tod seiner Mum wurde auf eine derart plumpe Weise präsentiert,
dass es einen als Zuschauer beinahe belustigt. Das Telefon klingelt und dann
schreit Elvis, dabei wird dem Zuschauer eine lahme Aufnahme von Graceland bei
Nacht gezeigt. Was sich Regisseur und Kameramann dabei gedacht haben, erschloss
sich uns einfach nicht.
Mich beschlich auch das Gefühl Jonathan Rhys Meyers selbst hätte nicht viel Lust am Dreh. Na, wenigstens konnte er sich dann gut in die Rolle hineinversetzten. Denn der King hatte nach so vielen schlechten Storys auch keine Lust mehr.
Ich schäme mich in Grund und Boden, aber ein Highlight gab
es doch. Beeindruckend war die letzte Originalaufnahme von „If I can dream“,
das ich bis dato nicht kannte. Jonathans Performence fand ich dann aber weniger
gut, nachdem ich die Elvis’ Aufnahmen gesehen habe.
Schade ist, dass die Filmografie nicht einmal zu einem
harmonischen Ende finden konnte, wie bei dem Comebackspecial in
verschiedenen Takes zu sehen ist. Dort bedankt Elvis sich und tritt dann in den
Hintergrund.
Unbegreiflich ist, warum jemand, der so wenig Interesse an
Elvis Leben hat, dieses verfilmen soll. Kurz: Lieblose Ansammlung
unspektakulärer Szenen. Manch einem mag es gefallen. Mir nicht.
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