Meinen Blog möchte ich mit einem Eintrag zu meinem absoluten
Idol einweihen:
Elvis Presley

Angefangen hat alles, als ich eines Tages durch die Kanäle
im TV zappte. Auf Arte lief ein Elvis Film in schwarz-weiß: Jailhouse Rock. Nun
hat der Mann ja eine ordentlich anziehende Ausstrahlung, sodass ich irgendwie
hängen geblieben bin. Und wenn einmal mein Interesse geweckt ist, dann bin ich
gleich Feuer und Flamme. Ich hab sofort eine CD bestellt, Videos bei Youtube
angeschaut und alles über ihn gelesen, was ich finden konnte.
Elvis Presley, für
Scotty klang dies wie „ein Name aus einem Science-Fiction-Film.“

Was mich an Elvis am meisten fasziniert, ist, dass er aus so
ärmlichen Verhältnissen kam, ihn jedermann auslachte und ihm sogar wenig Talent
zugeschrieben wurde. Er war unscheinbar und schüchtern.
Er war ein Junge
gewesen, der kaum in der Lage war, einen Akkord zu spielen, als Lee nur einige
Jahre zuvor in den Courts versucht hatte, ihn zu unterrichten – von allen war
er derjenige mit den geringsten Aussichten auf Erfolg.
Für die älteren Jungs
war er ein nuschelnder, kleiner Junge vom Land, ein Muttersöhnchen, der ein
gewisses Maß an Respekt allein schon dafür verdient, dass er sich nicht
vertreiben ließ.

Dennoch glaubte er immer an seine Träume und fand einen Weg
diese auch zu verwirklichen.
Ein Jahr suchte er täglich Sun Records auf, in der Hoffnung Musik
zu machen und erhört zu werden. In der Elvis Biografie von Peter Guralnik gibt
es eine wirklich ausführliche und interessante Sammlung von Zitaten. Menschen,
die ihren ersten Eindruck schildern, als ihnen Elvis Presley begegnete.
„Sein Englisch war
furchtbar … aber er hatte etwas warmes und sanftes an sich, auf das die Leute
reagierten.“
Jeder verhält sich auf
eine ziemlich vorhersehbare Weise, mit Ausnahme des träumerischen Jungen am
Rande des Fotos. Für Elvis ist es, als wäre er in einem fremden Land ausgesetzt.
„Er war immer extrem
schüchtern, konnte nicht tanzen und spielte manchmal nur wenn das Licht aus
war.“
Ich mag den 50er Elvis am meisten. Da war er so natürlich,
hat cool getanzt und mir immer gute Laune bereitet. Seine Rock’n’Roll Hits finde
ich mitreißend. Die Balladen sind zwar schön, aber ich höre sie nicht so oft.
In den 70ern ist sein Gesang gefestigt, professionell. Aber ich mag eine
Anfänge. Allein, was er mit seiner Musik ausgelöst hat, ist in unserer heutigen
Zeit fast unvorstellbar.
Wie soll man Elvis’ Hüftschwung vulgär finden, wenn
man heute im Nachmittagsfernsehen eine Tussi nackt auf einer Abrissbirne hin
und herschwingen sieht? Aber damals war das eben so. Er war eine Explosion und
das spürt man noch immer in seiner Musik.
„Er ist einfach ein
riesiger, wunderschöner Haufen verbotener Früchte.“
Übrigens, das hier ist auch ein Elvis. Ein kleiner Münsterländer-Mix aus dem Tierheim. Soviel
Energie und gute Laune, wie er versprüht, passt der Name sehr gut. Und…. er
kann sogar tanzen.